Veröffentlichung Qualitätsaktivitäten

Die Grundversorger unter Ihnen wurden durch die SGAIM bzw. durch die Abteilung DDQ der FMH angeschrieben und aufgefordert, bis spätestens 20. Juli auf myFMH anzugeben, welche von vier festgelegten Qualitätsaktivitäten in ihrer Praxis umgesetzt werden. Grundsätzlich löst dieser Top down Ansatz wenig Freude aus; wir sehen uns damit noch vermehrt gefordert, unsere Bemühungen bezüglich eigener Qualitätsentwicklung aktiv weiter zu bringen (mehr dazu wie angekündigt an unserer Veranstaltung vom 29. September). Auf die jetzige Aufforderung bezogen steht aus unserer Sicht die Verhinderung von Reputationsschäden im Vordergrund. Wir empfehlen Ihnen, der Aufforderung unbedingt nachzukommen. Aus unserer Sicht können die Fragen zu den vier Qualitätsaktivitäten positiv beantwortet werden, wobei wir zu einzelnen Aspekte zusätzliche Themenaufnahmen nicht zuletzt bezüglich Nachweisbarkeit als wichtig einschätzen. Im Detail:

  • Teilnahme an QZ: die Vorgaben erachten wir mit unseren QZ als erfüllt. Allerdings wäre es empfehlenswert, wenn in den QZ das Thema PDCA (Plan-Do-Check-Act)  im Sinne der Sensibilisierung thematisiert würde.
  • Anwendung der Smarter-Medicine-Top-5-Liste: Wir empfehlen die Thematisierung im QZ, so dass über das QZ-Protokoll auch ein Nachweis erfolgen kann.
  • Hygienekonzept: Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass gerade in der aktuellen Phase keinerlei Zweifel an der Umsetzung der Vorgaben bestehen. Wir empfehlen, das Thema in der Praxis regelmässig anzusprechen und auch die Dokumentationsvorgaben zu überprüfen. Wir beabsichtigen, das Thema in das MPA-Programm der Retraite vom 3. Dezember aufzunehmen, so dass Erfahrungen z.B. zur einfachen Dokumentation ausgetauscht werden können.
  • Critical Incident Reporting System (CIRS): Nach unserer Einschätzung lässt sich die Vorgabe mittels fixer Etablierung der CIR in den QZ erfüllen. Die Nachweisbarkeit erachten wir über die Protokolle auch dann als gegeben, wenn die Protokolle aus Gründen der Vertraulichkeit nicht offengelegt werden. Bedingung dafür ist natürlich, dass entsprechende Fälle in einer gewissen Regelmässigkeit besprochen werden.