Mit xundart zu Q-ART – unsere drei Qualitätssäulen

Seit 2014 arbeitet xundart am Projekt für qualitative Qualitätsentwicklung in der ambulanten Medizin. Mit ‘qualitativ’ ist eine Erweiterung zu den üblichen, aus der Wirtschaft definierten Prozessinstrumenten gemeint: Statt allgemeiner Standards stehen bei diesem Ansatz Beziehungsdienstleistungen und damit die Menschen im Mittelpunkt. In einem strukturierten qualitativen Entwicklungsprozess werden ihre Leistungen und ihre Zusammenarbeit kontinuierlich optimiert. Diese Entwicklung wird auf drei konzentrischen Ebenen der ärztlich/medizinischen Tätigkeit angestrebt: der Sprechstunde als Herzstück, der Praxis als Organisation und dem Umfeld der involvierten Partner. Im Zentrum der Qualitätsentwicklung steht eine Methode: der Erfahrungs-Erkenntnis-Spiegel (EE-SPIEGEL).

 

Die umfassende Evaluation mit dem Schlussbericht von Frau Dr. phil. Andra Abraham (Berner Fachhochschule Soziale Arbeit) hat ergeben, dass sich der Nutzen unserer Ansätze auch wissenschaftlich belegen lässt und dass die Weiterführung absolut sinnvoll ist: «Es wäre für die ambulante Medizin eine verpasste Chance, Ansätze wie die oben präsentierten nicht in die anerkannte Palette kontinuierlicher Qualitätsentwicklung aufzunehmen.»

 

Die rechtliche und politische Situation zeigt, dass mit der 2021 vom Bundesrat eingesetzten Qualitätskommission ein anderer Fokus auf dem Radar steht: «Eine Priorität des BAG ist die Erhebung und Publikation von Qualitätsindikatoren für Arztpraxen (ambulant-ärztlicher Bereich. … Die Leistungserbringer müssen sich an die Qualitätsverträge halten. Die Einhaltung der Regeln zur Qualitätsentwicklung bildet zudem eine Voraussetzung für ihre Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.“ Details siehe  https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/qualitaetsentwicklung-schweiz.html

 

Um dieser Situation gerecht zu werden bzw. unseren qualitativen Ansatz in ein Gesamtsystem einzubauen wurde ein 3-Säulen Konzept entwickelt, das nun mit der Umsetzung in die QZ bzw. in den Weiteraufbau überführt wird.

 

Dieser Ansatz wird am 10. Juni allen QZ-Leitern in einem Workshop präsentiert und mit ihnen diskutiert. Ziel ist es, den neu sehr niederschwellig umsetzbaren EE-Spiegel unter der Leitung von Dr. Daniel Müller nun in allen QZs regelmässig einzusetzen und damit auch die Grundlage für dessen Anwendung im Praxisalltag zu schaffen.